Leerverkauf bezeichnet eine Handelsstrategie, bei der ein Anleger Aktien verkauft, die er nicht besitzt, mit dem Ziel, sie später zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Viele Trader eröffnen Short-Positionen über einen Aktienhandelsbroker, der das Leihen und Verkaufen von Aktien effizient ermöglicht.
Wenn ein Anleger eine Short-Position in einer bestimmten Aktie eingeht, spekuliert er darauf, dass der Kurs der Aktie fallen wird. Diese Strategie ist hochriskant und eignet sich typischerweise für erfahrene Trader, die leverage und Volatilität verstehen.
Erfahren Sie mehr in unserem Bildungsleitfaden über Wie man eine Aktie sicher leerverkauft, der die Nutzung von margin, Positionsgrößenbestimmung und Risikomanagement behandelt.
Das Leerverkaufen einer Aktie erfordert den Zugang zu einem Margin-Konto, das es dem Trader ermöglicht, sich Aktien von seinem Broker zu leihen und diese zum aktuellen Marktpreis zu verkaufen. Wenn der Aktienkurs fällt, kauft der Trader diese Aktien zum niedrigeren Preis zurück, gibt sie an den Broker zurück und behält die Differenz als Gewinn.
Sollte der Aktienkurs jedoch steigen, können die Verluste unbegrenzt sein, da es keine Obergrenze dafür gibt, wie hoch der Preis einer Aktie steigen kann.}
Schritte zum Leerverkauf einer Aktie:
Nehmen wir die beliebteste Aktie überhaupt: Tesla (NASDAQ: TSLA). Es ist vielleicht das polarisierendste Unternehmen an der Börse und hat viele Bullen und Bären. Angenommen, ein Trader möchte Tesla leerverkaufen, wenn die Aktie bei 500,00 $ gehandelt wird. Der Leerverkäufer leiht sich 1.000 Tesla-Aktien zu 500,00 $, was einem Gesamtwert von 500.000,00 $ entspricht.
Der Leerverkäufer verkauft diese Aktien sofort zum aktuellen Marktpreis von 500,00 $ an Käufer. Nun wartet der Leerverkäufer ab, und wenn seine Spekulation korrekt ist, sollte er einen schönen Gewinn erzielen können.
Einige Wochen später fiel der Aktienkurs von Tesla auf 400,00 $ pro Aktie. Der Leerverkäufer schließt dann seine Short-Position und kauft 1.000 Tesla-Aktien zu 400,00 $. Diese Aktien werden an den Broker „zurückgegeben“, und der Gewinn, der auf dem Konto des Leerverkäufers verbleibt, entspricht 100.000,00 $ (500.000,00 $ – 400.000,00 $).
Wäre der Preis stattdessen auf 600,00 $ gestiegen, hätte der Leerverkäufer 100.000,00 $ verloren, was zeigt, wie schnell Verluste eskalieren können.
Ähnliche Strategien können auch über eine App für den Indizes-Handel angewendet werden, die es Tradern ermöglicht, auf die Wertentwicklung ganzer Aktienindizes wie den S&P 500 oder NASDAQ zu spekulieren.
Wie bei jeder Form der Geldanlage ist das Leerverkaufen von Aktien mit inhärenten Risiken verbunden. Leerverkäufe können für einen Anleger verheerend sein, wenn er fälschlicherweise auf einen fallenden Aktienkurs spekuliert. Wenn der Aktienkurs steigt, drohen potenziell unbegrenzte Verluste.
Um auf unser Tesla-Beispiel zurückzukommen: Wenn der Aktienkurs auf 600,00 $ statt auf 400,00 $ gestiegen wäre, würde der Leerverkäufer einen Verlust erleiden, da er seine Short-Position „schließen“ müsste, indem er diese Aktien zu einem höheren Preis zurückkauft.
In einem realen Beispiel ist genau dies Hedgefonds während des Short Squeeze bei Meme-Aktien Anfang 2021 passiert. Institutionen wie Melvin Capital hielten bedeutende Short-Positionen sowohl in GameStop (NYSE: GME) als auch in AMC (NYSE: AMC). Als Privatanleger die Aktienkurse künstlich in die Höhe trieben, mussten die Hedgefonds ihre Short-Positionen durch den Rückkauf von Aktien zu einem höheren Preis schließen. Dies führte zu einem sprunghaften Anstieg des Aktienkurses, was als Short Squeeze bekannt ist.
Ein weiteres Risiko bei Leerverkäufen besteht darin, dass ein Broker einen Margin Call verlangen kann. Ein Margin Call tritt ein, wenn der Broker fordert, dass der geliehene Betrag sofort zurückgezahlt wird, andernfalls können finanzielle Strafen anfallen. Die Nichterfüllung eines Margin Calls kann zur erzwungenen Liquidation und zu erheblichen Verlusten führen.
Entdecken Sie wichtige Risikostrategien in unserem Expertenleitfaden zum Thema Wie man Risiken beim Leerverkauf verwaltet, um Ihr Kapital bei volatilen Marktbewegungen zu schützen.
Wie beim Leerverkauf ohne Short-Position ist das ultimative Ziel, einen Gewinn zu erzielen. Das Leerverkaufen einer Aktie ist jedoch nicht immer bärisch. Es kann auch als Absicherung dienen, um Long-Positionen vor vorübergehenden Rückgängen zu schützen.
Das Leerverkaufen einer Aktie kann als Absicherung genutzt werden, um eine Long-Position in einer Aktie zu schützen. Dies bedeutet, dass der Leerverkäufer langfristig eigentlich bullisch eingestellt ist, aber eine Short-Position nutzt, um Volatilität oder Abwärtsbewegungen in diesem Zeitraum abzufangen.
Bei korrekter Ausführung kann Leerverkauf Anlegern ein großes Gewinnpotenzial bei minimalem Anfangskapital bieten. Da die meisten Leerverkäufe über Margin abgewickelt werden, besteht ein Großteil der tatsächlichen Investition aus geliehenem Geld. Dieser Leverage verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste, daher ist Risikomanagement unerlässlich.
Einige Trader diversifizieren über Märkte hinweg, indem sie Aktienpositionen mit dem Online-Handel von Rohstoffen kombinieren, was dabei hilft, das Risiko auszugleichen und von globalen Trends zu profitieren.
Es gibt zusätzliche Kosten für das Leerverkaufen von Aktien auf Ihrer gewählten CFD-Handelsplattform, wie z. B. Margin-Zinsen auf den geliehenen Betrag und Brokergebühren für die Ausführung von Trades. Dies sollten Sie berücksichtigen.
Zu berücksichtigende Kosten: